Berliner Testament für Ehegatten

Kostenfreie Informationen und Tipps vom Anwalt

Hier finden Sie alle wesentlichen Informationen zum Berliner Testament – gratis. Die kostenfreien Texte stammen von einem berufserfahrenen Rechtsanwalt und gehen auf die häufigsten Rechtsfragen und Bedürfnisse aus der Beratungs-Praxis ein. Dennoch raten wir Ihnen zur fachkundigen individuellen Beratung, z.B. durch einen Fachanwalt, da 90% aller ohne fachkundige Hilfe verfassten Testamente unwirksam sind. Ganz abzuraten ist von Informations-Seiten, die Laien verfasst haben, da diese oft nur auf kommerzielle Angebote locken.

Was ist ein Berliner Testament?

Das Berliner Testament ist eine Variante des gemeinschaftlichen Testaments / Ehegattentestament, in dem sich Ehepartner gegenseitig zu Alleinerben einsetzen und erst für den Tod des Längerlebenden gemeinsame Erben bestimmen. In der Regel sind diese Schlusserben ihre Kinder.

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Berliner Testament als Variante des gemeinschaftlichen Testaments bzw. Ehegatten Testament

Nur Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner können gemeinschaftliche Testamente errichten. Alle anderen müssen zum Notar und dort einen Erbvertrag abschließen, wenn sie eine vergleichbare Wirkung erzielen wollen.

Die Regelungen des Berliner Testaments

1. Todesfall: Gegenseitige Einsetzung der Ehepartner als Erben

Die erste wichtige Regelung des  Berliner Testaments ist die gegenseitige Einsetzung zum Alleinerben: der Ehegatte, der den anderen überlebt, wird im Erbfall der einzige Erbe des Ehepartners. Dies ist die Erbfolge beim ersten Todesfall unter den Ehegatten.

Mustertext gegenseitige Einsetzung der Erben

Hier ein Mustertext zur Formulierung:

Hiermit setzen wir uns gegenseitig zu Alleinerben ein.

2. Todesfall: Bestimmung der Kinder als gemeinsame erben

Für den zweiten Todesfall, dem des zunächst überlebenden Ehegatten, bestimmen die Ehegatten Dritte als Erben. In der Regel sind das ihre Kinder. Sie können aber auch jeden anderen zum Erben bestimmen, auch jemanden ohne gesetzliches Erbrecht. Hier ein Berliner Testament Vordruck zur Erbeinsetzung:

Berliner Testament Vordruck

Jeder von uns beruft, sowohl für den Fall, dass er der Längerlebende von uns ist, als auch für den Fall, dass wir zur gleichen Zeit oder kurz hintereinander versterben, zu seinen Erben alle unsere gemeinsamen Kinder, mehrere zu gleichen Teilen.

Verschiebung und Vermischung der Vermögensmassen

Das Vermögen des zuerst versterbenden Ehegatten geht also zunächst nur auf den überlebenden Ehegatten über. Das Vermögen vermischt sich dort mit seinem eigenen und er kann es beliebig ausgeben. Allerdings ist die Erbfolge nach ihm festgelegt und sein eigenes und das geerbte Vermögen gehen bei seinem Tod auf die im Berliner Testament bestimmten Erben über.

Berliner Testament Nachteile

Den Vorteilen eines Berliner Testaments stehen aber ein paar Nachteile gegenüber:

  •          Gefährdete Sicherung des überlebenden Ehepartner durch Pflichtteile (siehe Enterbung und Pflichtteile)
  •          Gefährdete Sicherung der Kinder und weiterer Abkömmlinge durch verprassenden Ehegatten oder Wiederheirat
  •          Starre Bindung des überlebenden Ehegatten
  •          Höhere Steuern durch Überschreiten der Freibeträge in beiden Erbfällen

Bindungswirkung der Erbeinsetzungen

Die Erbeinsetzungen im 1. und 2. Todesfall sind wechselbezügliche Verfügungen, d.h. sie gelten gegenseitig zwischen Ehemann und Ehefrau und sind verbindlich wie bei einem Erbvertrag. Nach dem Tod seines Ehegatten ist der Überlebende Ehepartner daran gebunden und kann weder seine Erbfolge ändern noch einzelne Gegenstände noch Geldbeträge vermachen. Allerdings kann in den Jahren oder Jahrzehnten bis zu seinem Tod viel passieren: ein Kind kümmert sich im Alter nicht um seinen verwitweten Elternteil oder aber ein anderer Verwandter oder Pfleger kümmert sich aufopfernd. Schließlich kann es unter Beachtung von Steuertipps sinnvoll sein, Steuerfreibeträge besser auszunutzen, um Erbschaftsteuer zu sparen.

Um dem überlebenden Ehegatten für solche Fälle Handlungsspielraum einzuräumen, lockern viele Ehepaare die Wechselbezüglichkeit, indem sie die Änderung der Erbfolge gestatten. Der Überlebende Ehegatte kann wahlweise ganz frei in der Änderung sein oder aber in bestimmten Grenzen, z.B. bezüglich einzelner Personen oder gedeckelt auf eine bestimmte Geldsumme.

 

Widerruf und Aufhebung des Berliner Testaments

Solange beide Ehegatten noch leben, können sie das Berliner Testament aufheben, und zwar in derselben Form wie in der Errichtung. Ein handschriftliches Testament können sie handschriftlich aufheben, ein notarielles nur vor einem Notar. Es kann sogar jeder Ehepartner einzeln das gemeinschaftliche Testament widerrufen: den Widerruf muss er vor einem Notar erklären. Er wird dann wirksam, wenn er dem anderen Ehegatten nachweislich zugeht.

Nach einer wirksamen Aufhebung oder einem wirksamen Widerruf sind beide Ehegatten wieder in ihrem letzten Willen frei. Jeder kann nun ein Einzeltestament errichten oder aber beide gemeinsam wieder ein gemeinschaftliches Testament. Schließlich können sie ganz auf Testamente verzichten und die gesetzliche Erbfolge nach dem Erbrecht des BGB gilt. Im Zweifel gilt die Abfassung eines zweiten Ehegattentestaments als Aufhebung des ersten, aber es ist dringend ein klarstellender Passus zu empfehlen.

Muster Berliner Testament zum Widerruf

Hier ein Muster Testament Bestandteil:

Hiermit widerrufen wir alle Verfügungen von Todes wegen, die wir bislang errichtet haben, insbesondere unser gemeinschaftliches Testament vom 1.1.2016.

Scheidung

Das Berliner Testament verliert auch dann seine Wirkung, wenn die Ehegatten geschieden sind. Daher muss auch nichts zur Scheidung im Testament stehen. Etwas anderes gilt nur, wenn die Ehegatten ausdrücklich vereinbaren wollen, dass das Testament trotz Scheidung gültig bleiben soll.  Einer Scheidung gleichgestellt ist der Fall, wenn die Scheidungsvoraussetzungen vorliegen und ein Antrag auf Scheidung beim Familiengericht (Amtsgericht) gestellt wurde und der andere Ehegatte dem zugestimmt hat. Da sich viele Scheidungsverfahren über Jahre hinziehen, kommt es öfter zu solchen ungelösten Fällen.

Pflichtteil Berliner Testament

Gefährdete Sicherung des überlebenden Ehegatten

Gerade im Berliner Testament sind Forderungen nach Pflichtteilen besonders relevant. Denn die Eltern haben ihre Kinder für den ersten Todesfall enterbt und setzen sie dafür als Schlusserben für den zweiten Erbfall ein. Nun wollen viele Kinder nicht so lange auf ihr Erbe warten oder gar den Willen ihrer Eltern respektieren. Manche fürchten, der Überlebende Elternteil werde den Nachlass bis zu seinem Tod, dem maßgeblichen Erbfall, aufbrauchen. Andere haben einfach akuten Geldbedarf. Wie dem auch sei, die Enterbung, das entzogene Erbrecht, gewährt ihnen immer einen Pflichtteil.

Pflichtteilsstrafklausel

Viele Ehegatten schützen sich vor dem Verlangen des Pflichtteils auch durch eine geschickte Gestaltung ihres Berliner Testaments:  mit einer Pflichtteilsstrafklausel. Diese Strafklausel betrifft all jene, die den Pflichtteil einfordern. Da die Kinder eigentlich erst beim zweiten Erbfall erben sollten, werden sie nun auch für diesen Fall enterbt; den ungeduldigen Kindern bleibt dann im zweiten Erbfall wiederum nur die Forderung des Pflichtteils. Stattdessen oder auch zusätzlich können die Ehegatten alle übrigen Erben bevorzugen, die den Pflichtteil nicht einfordern. Sie können z.B. Geldvermächtnisse anordnen und so das Vermögen schmälern, so dass im zweiten Todesfall weniger Nachlass für den Pflichtteilsforderer übrig bleibt. Ein Modell für eine solche Strafklausel ist die Jastrow’sche Klausel.

Gefährdete Sicherung der Kinder, wenn überlebender Ehegatte das Vermögen verprasst oder erneut heiratet

Der überlebende Ehegatte ist im klassischen Berliner Testament vollkommen frei darin, das geerbte Vermögen wie sein eigenes auszugeben. Er muss sich nicht nach den Wünschen seines Ehepartners richten. Die Vermögensmassen verschmelzen und er vererbt das bei seinem Tod verbliebene Vermögen an die im Testament bestimmten Erben. Wegen dieser Vermögenseinheit spricht man auch von der Einheitslösung.

Schutz durch Trennungslösung mit Vorerbschaft und Nacherbschaft

Berliner TestamentUm die letztendlichen Erben vor einem Verprassen des Vermögens zu schützen können die Ehegatten eine Variante des Berliner Testaments vereinbaren, die Trennungslösung: dabei bleibt das Vermögen des überlebenden Ehepartners von dem geerbten Vermögen getrennt.  Rechtlich wird der überlebende Ehegatte auch nicht unbeschränkter Vollerbe, sondern nur Vorerbe seines Ehepartners (Vorerbschaft). Er erhält das Vermögen zwar, kann es aber ähnlich wie ein Treuhänder nur ganz eingeschränkt ausgeben. Die letztendlichen Schlusserben heißen Nacherben und können sich schon zu Lebzeiten des Vorerben vor einer Minderung ihres künftigen Vermögens schützen (Nacherbschaft).

Im Zweifel gilt die Einheitslösung

Aus Sicht des deutschen Erbrecht im BGB ist die Einheitslösung der Normalfall der gegenseitigen Erbeinsetzung. Falls Sie die Trennungslösung vorziehen, müssen Sie das also explizit vereinbaren. Hier ein Muster Berliner Testament, das die Trennungslösung beinhaltet:

Berliner Testament Muster Trennungslösung

Der Längerlebende von uns ist nur Vorerbe des vom Zunächstversterbenden ererbten Vermögens. Nacherben ab dem Tod des Vorerben sind alle unsere gemeinsamen Abkömmlinge zu gleichen Teilen.

Der Begriff „Abkömmlinge“ meint im Erbrecht des BGB alle Kinder, deren Kinder und so weiter.

Gefahr bei Wiederheirat des überlebenden Ehegatten

Die Versorgung der Schlusserben ist ebenso gefährdet, wenn der überlebende Ehegatte noch einmal heiratet. Das Vermögen droht an einen Externen (und dessen Familie) abzuwandern, was oft nicht im Sinne vom Erblasser ist. Denn unabhängig von der Erbeinsetzung der gemeinsamen Kinder schuldet der überlebende Ehegatte seinem neuen Angetrauten nun eventuell Unterhalt oder Zugewinn. Daneben können beide Neuvermählte zu Lebzeiten den späteren Nachlass beliebig aufzehren. Schließlich hat auch der neue Ehegatte ein Erbrecht und ist pflichtteilsberechtigt.

Schutz durch bedingte Trennungslösung im Fall der Wiederheirat

Für den Fall der Wiederheirat vereinbaren viele Ehegatten daher im Berliner Testament eine Strafklausel, nach der statt der Einheitslösung dann die Trennungslösung gelten solle. Das heißt mit dem Tod des zunächst versterbenden Ehepartners verschmelzen die Vermögensmassen beim überlebenden Ehegatten, werden aber automatisch wieder getrennt, wenn dieser erneut heiratet. Heiratet der überlebende Ehepartner nicht, bleibt es bei der ursprünglichen Einheitslösung.
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Bei dieser auf die Wiederheirat bedingten Vor- und Nacherbschaft sollten die Ehegatten aber bedenken, ob sie den anderen wirklich so in seiner Lebensführung einschränken wollen. In vielen Fällen überlebt ein Ehegatte den anderen nämlich um mehrere Jahrzehnte. Eine Alternative wäre auch hier die Anordnung von bedingten Geldvermächtnissen an die letztendlichen Erben im Fall der Wiederheirat. Eine solche Regelung ist im BGB bis zu 30 Jahre nach dem Tod vom ersten Erblasser möglich.

Wenn Sie mehr zu Vor- und Nachteilen der Trennungslösung sowie einer Empfehlung lesen wollen, lesen Sie hier weiter.

Berliner Testament Vorlage kostenlos

Anbei finden Sie beispielhafte kostenlose Vorlagen und Muster, an denen Sie sich für Ihr kostenfreies Berliner Testament orientieren können. Denken Sie daran, dass Sie ohne Notar Ihr Testament komplett handschriftlich selbst schreiben müssen, damit es wirksam ist (siehe Link zu Form). Eine ausgedruckte Vorlage ist im deutschen Erbrecht immer unwirksam.

Um rechtssicher Ihre individuelle Situation zu regeln ist eine fachkundige Beratung, z.B. durch einen Fachanwalt, aber unerlässlich. Die Kosten für die Beratung holen Sie mit ersparten Steuern oftmals um ein Vielfaches wieder rein.

Berliner Testament pdf

Hier eine Berliner Testament Vorlage im Format pdf zum Download. Das Muster lässt sich mit dem Adobe Acrobat Reader öffnen.

Berliner Testament doc (Word Dokument)

Anbei auch ein Gratis Vordruck Berliner Testament im Format doc von Microsoft Word. Sie können die Vorlage für Ihr Berliner Testament damit auch bearbeiten.

Steuertipps zur Erbschaftsteuer im Berliner Testament

Steuern beim Berliner TestamentDas Berliner Testament hat durch die Anhäufung vom Vermögen der Ehegatten steuerliche Nachteile. Die gesetzliche Erbfolge führt zu einer Mehrheit an Erben, die Erbengemeinschaft, wenn in einer Familie mit Kindern eine Erbengemeinschaft ein Ehegatte stirbt. Dies mündet bei der Auseinandersetzung des Nachlasses zwar oft im Streit, doch fallen meist geringere Steuern an. Denn da jedem Familienmitglied ein eigener Steuerfreibetrag zusteht (bei Ehegatten 500.000 Euro, bei Kindern 400.000), können hohe Vermögensmassen auf ein Mal steuerfrei vererbt werden. Beim Berliner Testament erbt beim 1. Todesfall aber nur einer, der Ehegatte. Soweit das Vermögen den Steuerfreibetrag übersteigt, zahlt er Erbschaftsteuer. Hier können Sie Ihre Erbschaftsteuer berechnen.

Steuersparen mit Geldvermächtnissen

Dies kann das Ehepaar vermeiden, indem es im Berliner Testament Geldvermächtnisse an die Kinder anordnet, und zwar maximal bis zur Höhe des Steuerfreibetrags. Daneben bleiben sie weiterhin gegenseitige Alleinerben. Denn Vermächtnisnehmer sind rechtlich gesehen keine Erben, sondern erhalten nur einen Anspruch gegen die Erbengemeinschaft, ähnlich wie Pflichtteilsberechtigte. Das Ehepaar muss nur aufpassen, dass sie bei aller Steuersparerei nicht die Absicherung des überlebenden Ehegatten vernachlässigen. Tipp: Die Geldvermächtnisse lassen sich auch als prima Druckmittel einsetzen, um die Kinder von der Einforderung ihres Pflichtteils abzuhalten.

Steuertipp zu Lebzeiten: Natürlich können die Eltern auch schon zu Lebzeiten anfangen, ihre Kinder zu beschenken, wenn das die Vermögenslage hergibt. Dann sparen sie die spätere Erbschaftssteuer, sollten sich aber unter den – gleichhohen – Freibeträgen für Schenkungssteuer halten.

Zusammenfassung: Sollten Sie ein Berliner Testament verfassen?

Die Bindungswirkung nach dem Tod des einen Ehepartners sowie die steuerlichen Nachteile widersprechen den Interessen vieler Ehepaare. Ihnen wäre mit anderen Gestaltungen besser gedient. Wem die Sicherung der Schlusserben wichtiger ist als die Sicherung des Ehepartners, dem geht auch die Bindungswirkung des Berliner Testaments nicht weit genug. Er sollte auf die Trennungslösung mit Vor- und Nacherbschaft setzen. Allerdings sind hier auch die steuerlichen Folgen die schlechtesten.

Alternativen zum Berliner Testament: Auseinandersetzungsverbot, Nießbrauch und Schenkung des Familienheims

Erbfolge Testament Alternativen

Wem es beim Berliner Testament in erster Linie um die Sicherung des Familienheims geht und dass der Ehegatte dort ungestört seinen Lebensabend verbringen kann, der sollte also an Alternativen zum klassischen Berliner Testament in Form der Einheitslösung denken.

Sicherung des Willens im Berliner Testament

Testamentsvollstreckung

Ein wirksames Testament durch den Erblasser führt noch lange nicht dazu, dass es auch durchgesetzt wird. Sämtliche Auflagen wie Vermächtnisse und Teilungsverbote, aber auch Anordnungen zur Grabpflege, können folgenlos missachtet werden, wenn die Erblasser nicht dafür sorgen. Ihr Wille ist nicht automatisch Gesetz! Das wirksamste Mittel zur Sicherung ist die Testamentsvollstreckung. Der Testamentsvollstrecker setzt den Willen vom Erblasser im Rahmen der eingeräumten Macht durch und entlastet so die oft überforderten Erben. Die Testamentsvollstreckung ist gerade bei einer Mehrheit an Erben dringend zu empfehlen, denn hier kommt es immer öfter zum Streit  – und der kann teuer werden! Daher ist auch im Berliner Testament für die Erbfolge nach dem 2. Erbfall ein Testamentsvollstrecker Gold wert… denn ganz umsonst machen den Job zumindest die Profis nicht. Wer schon im 1. Todesfall mit der Forderung von Pflichtteilen rechnet, kann auch hier einen Testamentsvollstrecker testamentarisch mit der Kompetenz einsetzen und bevollmächtigen, die Pflichtteile zu verteilen. Wenn die Erben dem Verlangen des Testamentsvollstreckers nicht Folge leisten, kann er vor dem nachlassgericht klagen.

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Erbausschlagung

Ganz gefeit ist man vor den Handlungen seiner Erben aber nie. So kann jeder Erbe seinen Erbteil frei ausschlagen. Niemand kann also gegen seinen Willen Erbe werden. Die Erbausschlagung ist ebenso Ausdruck des freien Willens wie die Erbeinsetzung durch den Erblasser. Sogar im Berliner Testament sind die Ehegatten nicht vor der Erbausschlagung durch den anderen gefeit. Alles, was sie tun können, ist eine Strafklausel für diesen Fall zu vereinbaren. So können sie z.B. eine Erbeinsetzung der Kinder des Ehepartners anordnen, der eine Erbausschlagung verübt und somit den wechselseitigen Willen bricht.

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