5. Dezember 2016

Testament schreiben

Warum ein Testament schreiben?

Testament schreiben: Vorteile im Überblick

Aus diesen Gründen sollten Sie auf jeden Fall ein Testament schreiben:

  •          Individuelle Nachfolgeregelung statt gesetzlicher Erbfolge
  •          Versorgung von Kindern und Partnern
  •          Vermeidung von Streitigkeiten unter Erben
  •          Zerschlagung von Vermögen verhindern
  •          Steueroptimierte Erbfolge möglich

Für Verheiratete bietet ein Berliner Testament darüber hinaus entscheidende Argumente. Lesen Sie hier über die Gründe für ein Berliner Testament. Wenn Sie nach Alternativen zum Berliner Testament suchen, klicken Sie hier.

Individuelle Nachfolge 2016 statt gesetzliche Regeln von 1900

Wer ohne Testament stirbt, vererbt sein Vermögen nach der gesetzlichen Erbfolge. Diese hat der Gesetzgeber im Jahr 1900 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgelegt. Die allgemeinen über 100 Jahre alten Regeln spiegeln aber die Lebenswirklichkeit der meisten Leute nicht wider. Fast jeder hat Verwandte und Freunde, die er individuell bedenken will. Doch auch hierfür hat das Gesetz eine Möglichkeit geschaffen: das Testament.

Wer ein Testament errichtet, hat weitgehend freie Hand, sein Vermögen auf die Nachwelt zu verteilen. Er kann Verwandte, Freunde und Stiftungen als Erben setzen oder ihnen einzelne Gegenstände oder Geldsummen als Testament vermachen. Natürlich kann er auch umgekehrt Verwandte enterben. Die Palette an Regelungen ermöglicht eine nachhaltige Versorgung der Angehörigen, z.B. minderjähriger Kinder oder der Partner im Alter.

Stiftung Warentest rät in 80% der Fälle zum Testament

Doch auch wer mit der gesetzlichen Erbfolge zufrieden ist, sollte ein Testament verfassen. In 80% der Fälle treten mehrere Personen den Nachlass an und eine Erbengemeinschaft entsteht. Die Stiftung Warentest rät dann entschieden zum Testament schreiben: denn die Erbengemeinschaft muss sich auseinandersetzen, d.h. das Vermögen untereinander verteilen, und hierbei kommt es oft zum Streit. So landen 25% aller Nachlässe ab einem Wert von 100.000 Euro vor Gericht. Aber die meisten unterschätzen dieses Risiko: nur bei jedem zweiten Streit hatte der Erblasser überhaupt mit Auseinandersetzungen unter seinen Erben gerechnet!

Testament errichten verhindern Streit unter Erben

Wer seinen Angehörigen nicht zusätzlichen Kummer bereiten will, sollte sie von der Erbauseinandersetzung entlasten, indem er ein Testament schreibt. Das geht zum einen über eine ausdrückliche Verteilung des Vermögens, die Teilungsanordnung. So kann er das eine Haus der Tochter, das andere dem Sohn vererben. Zum anderen sollte er einen Testamentsvollstrecker einsetzen, die den letzten Willen des Verstorbenen durchsetzen. Oft arbeiten Anwälte oder Notare als professionelle Testamentsvollstrecker; ein erfahrener Außenstehender verhindert oft Streit, wenn er statt den Angehörigen den Nachlass abwickelt.

Zerschlagung von Immobilien durch Testament Schreiben verhindern (z.B. Zwangsversteigerung)

Besonders gefährlich wird die gesetzliche Erbfolge, wenn der Nachlass Immobilien enthält. Denn dann droht die Zerschlagung des Familienheims, um alle Erben auszuzahlen. Der Erblasser sollte bei Häusern und Apartments ganz genau überlegen, wer darin einmal wohnen sollte und das Erbe daraufhin verteilen. Oft ist es dem Ehegatten im Alter nicht zuzumuten, das Heim alleine zu bewohnen und zu erhalten.

Steuern sparen mit Nachlassplanung

Hier spielt das Steuerrecht eine besondere Rolle, denn das Familienheim kann zu Lebzeiten steuerfrei verschenkt werden, während der Erbe dafür noch 10 Jahre selbst das Haus bewohnen muss!

Ein durchdachtes Testament kann also auch bares Geld wert sein: wer bei seinem Nachlass Steuerfreibeträge geschickt berücksichtigt, spart leicht tausende Euro an Erbschaftssteuer! Hier gilt mehr als sonst: rechtzeitig vorsorgen und schon zu Lebzeiten Steueranreize wahrnehmen. Klicken Sie hier für die Berechnung der voraussichtlichen Erbschaftssteuer und hier für die maßgeblichen Steuerfreibeträge.

Neues EU-Recht seit Juli 2015!

Schließlich gibt es eine Vielzahl in Regelungen, die im Ernstfall einen Riesenunterschied ausmachen können.

Eine davon ist die Rechtswahlklausel. Denn seit Juli 2015 können Erblasser, wenn sie ihr Testament schreiben, innerhalb der EU das Erbrecht wählen, was für ihr Testament und ihren Nachlass gelten soll. Nicht nur wegen der meist günstigeren Steuersätze ist deutsches Erb- und Steuerrecht vorzuziehen. Ein Erbverfahren oder gar ein Erbstreit im Ausland geht ans Geld und an die Nerven! Von dieser Rechtswahl sollten nicht nur Deutsche Gebrauch machen; jeder, der von einer Ferienwohnung im EU-Ausland träumt, sollte diesen Einzeiler in sein Testament aufnehmen:

Auf mein Testament soll deutsches Recht Anwendung finden.

Achtung auch an alle, die vor Juli 2015 ein Testament verfasst haben, das die neue EU-Verordnung nicht berücksichtigt: Ändern Sie Ihr Testament ab oder errichten Sie gleich ein neues Testament mit Rechtswahlklausel!

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